Žďár (rund 400 Einwohner) liegt in einer Talmulde am äußersten Nordzipfel des Mährischen Karsts, zwischen Rájec-Jestřebí und Sloup. Seinen Namen verdankt das Dorf seiner Entstehung: Die Siedlung wuchs dort, wo zuvor ein Wald niedergebrannt worden war. Durch den Ort führt der grün markierte Wanderweg von Boskovice nach Blansko. Am Wegweiser stehen eine Nischenkapelle Mariä Geburt und ein steinernes Kreuz. Vom Dorfplatz aus führt ein Feldweg auf den Hügel Brusná mit Fernblick über die Landschaft. Žďár pflegt Volksbräuche, vor allem den Masopust (Fasching) mit dem „Begräbnis der Basa“. Der nächste Zug hält in Rájec-Jestřebí.
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Das Wort „žďár“ bedeutet einen Ort, an dem ein Wald abgebrannt wurde, um das Land bewirtschaften zu können. Auf ähnliche Weise sind in Tschechien viele Dörfer entstanden, und Namen wie Žďár, Žďárná oder Žďárec verraten es bis heute.
Sehenswertes
- Nischenkapelle Mariä Geburt und ein steinernes Kreuz am Wegweiser.
- Aussichtspunkt auf der Brusná. Vom Wegweiser am Dorfplatz führt ein nicht markierter Feldweg auf den bewaldeten Hügel Brusná. Oben bietet sich ein schöner Rundblick über die Umgebung.
- Arbeiterhaus (Dělnický dům) von 1936, 2011 saniert. Es ist der Mittelpunkt des Dorflebens.
Zur Geschichte: Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1371, als Oldřich von Boskovice Žďár seiner Frau als Mitgift übergab. Ab 1540 gehörte der Ort zur Herrschaft Rájec, später den Rogendorfs und ab 1763 den Salms. Die Menschen lebten von Landwirtschaft und Bienenzucht. Im 19. Jahrhundert fanden immer mehr von ihnen Arbeit in der Industrie, besonders nachdem in der Nähe die Eisenbahn gebaut worden war. Heute pendelt man zur Arbeit vor allem nach Blansko.
Ausflüge
- Auf dem grün markierten Weg nach Blansko oder in der Gegenrichtung nach Boskovice.
- In den nördlichen Teil des Karsts. Markierte Radwege führen zu den Sloup-Šošůvka-Höhlen (Sloupsko-šošůvské jeskyně) und weiter in den Karst, siehe Sloup.
- Nach Rájec-Jestřebí zum Schloss und zum Zug, siehe Rájec-Jestřebí.
Veranstaltungen: Faschingsumzug mit dem Begräbnis der Basa, Bälle und der Feuerwehrwettbewerb „O putovní pohár starosty obce“ (Wanderpokal des Bürgermeisters) mit mehr als dreißigjähriger Tradition. Mehr zum Masopust in der Region finden Sie im Artikel Bräuche und Traditionen im Mährischen Karst.
Übernachten
In Žďár konnten wir keine Unterkunft mit nachgewiesenem Betrieb finden. Die nächsten Möglichkeiten gibt es in Sloup, siehe Sloup, und in Blansko, siehe Blansko.
Häufige Fragen
Woher hat Žďár seinen Namen? Die Siedlung entstand an der Stelle eines niedergebrannten Waldes. Einen solchen Ort nannte man „žďár“.
Wo hat man in Žďár die schönste Aussicht? Auf dem Hügel Brusná. Ein Feldweg führt vom Wegweiser am Dorfplatz dorthin.
Wie kommt man ohne Auto nach Žďár? Mit dem Bus oder dem Zug nach Rájec-Jestřebí und von dort zu Fuß.
Angaben geprüft am 12. 10. 2026. Quellen: Broschüre des Vereins zur Entwicklung des ländlichen Raums Mährischer Karst (Spolek pro rozvoj venkova Moravský kras), Gemeindeprofil Žďár; Žďár (Wikipedia).
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